ibi-Payment-Report 2026:
Die Zukunft des Bezahlens aus Banken- und Kundensicht

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22.09.2026

Warum Mehrwert und Vertrauen über die Zukunft des Bezahlens entscheiden

Der Zahlungsverkehr verändert sich grundlegend. Der ibi-Payment-Report 2026 zeigt, welche Entwicklungen Banken und ihre Kunden bis 2030 besonders beschäftigen – und warum technologische Innovation allein nicht ausreicht.

ibi-Payment-Report 2026

Wie bezahlen wir in Zukunft? Diese Frage wird für Banken und Finanzdienstleister immer wichtiger. Instant Payments, digitale Wallets, Wero, der Digitale Euro und Künstliche Intelligenz verändern den Zahlungsverkehr. Gleichzeitig steigen die regulatorischen Anforderungen und die Erwartungen der Kunden.

Als S&N Group beschäftigen wir uns intensiv mit der digitalen Transformation im Finanzsektor. Der aktuelle ibi-Payment-Report 2026, den wir gemeinsam mit S-Payment und VR Payment unterstützen, liefert dabei interessante Einblicke in die Perspektiven von Kreditinstituten und Verbrauchern.

Für den Report wurden 1.029 Endkunden sowie 42 Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Zahlungsverkehr und Payment bei Kreditinstituten befragt. Die Ergebnisse zeigen aus unserer Sicht vor allem eines: Entscheidend ist künftig nicht allein, welche Technologie verfügbar ist, sondern welchen konkreten Nutzen sie für Kunden und Institute schafft.

Künstliche Intelligenz verändert den Zahlungsverkehr

Künstliche Intelligenz entwickelt sich laut den befragten Experten zum wichtigsten technologischen Innovationstreiber. Gleichzeitig wird deutlich, dass KI im Payment weit mehr sein kann als ein Werkzeug zur Prozessoptimierung.

Heute stehen insbesondere Betrugsprävention, Compliance und Prozessautomatisierung im Mittelpunkt. Perspektivisch entstehen mit sogenannten Agentic Payments jedoch völlig neue Möglichkeiten: Zahlungsprozesse könnten künftig zunehmend autonom angestoßen und abgewickelt werden.

Mehr als die Hälfte der befragten Experten sieht bei vielen deutschen Banken noch eine Unterschätzung des damit verbundenen disruptiven Potenzials. Bei Verbrauchern ist die Akzeptanz solcher Entwicklungen dagegen aktuell noch von Zurückhaltung geprägt.

Heinz Urban

Für uns zeigt sich daran: Technologische Möglichkeiten müssen immer mit einem konkreten Kundennutzen und einem hohen Maß an Vertrauen verbunden sein.

Heinz Urban, Geschäftsführer S&N Invent GmbH

Instant Payments: Mehr als eine regulatorische Pflicht

Instant Payments haben sich vom Innovationsthema zunehmend zum Standard entwickelt. Mehr als 80 Prozent der befragten Verbraucher haben bereits Erfahrungen mit Echtzeitüberweisungen. Für Banken stellt sich damit eine neue Frage: Wie lässt sich aus einer inzwischen etablierten Zahlungsfunktion ein echter Mehrwert entwickeln?

Drei Viertel der befragten Payment-Experten sehen in Instant Payments allein noch keine ausreichende Möglichkeit zur Differenzierung im Wettbewerb. Gleichzeitig haben mehr als sieben von zehn Experten bislang keine klare Strategie vieler Banken für ertragsstarke Mehrwertdienste auf Basis von Instant Payments ausgemacht.

Die verpflichtende Kontonamensprüfung (Verification of Payee) wird von der Mehrheit der befragten Experten und Verbraucher positiv bewertet. Sie kann einen wichtigen Beitrag leisten, um Betrugsrisiken bei Überweisungen zu reduzieren.

Wie werden Ihrer Ansicht nach die folgenden zahlungsverkehrsspezifischen Themen
den Zahlungsverkehr im Allgemeinen bis zum Jahr 2030 beeinflussen bzw. verändern?

ibi-Payment-Report 2026: Wie werden Ihrer Ansicht nach die folgenden zahlungsverkehrsspezifischen Themen
den Zahlungsverkehr im Allgemeinen bis zum Jahr 2030 beeinflussen bzw. verändern?
Heinz Urban

Aus unserer Sicht liegt hier ein wesentlicher nächster Entwicklungsschritt: Nicht die Einführung einer Technologie allein entscheidet über ihren Erfolg, sondern die darauf aufbauenden Services und Geschäftsmodelle.

Heinz Urban, Geschäftsführer S&N Invent GmbH

Wallets werden zur digitalen Kundenschnittstelle

Digitale Wallets sind längst mehr als eine zusätzliche Möglichkeit, eine Karte auf dem Smartphone zu hinterlegen. Für die befragten Experten entwickeln sie sich zunehmend zu einer zentralen Schnittstelle zwischen Kunden und Finanzdienstleistern. 95 Prozent erwarten, dass die Nutzung von Wallets weiter steigen wird.

Bei den Verbrauchern liegt PayPal bei der Nutzung deutlich vorn. Es folgen Klarna, Google und Apple. Die Wallet oder App der eigenen Bank wird dagegen bislang nur von etwa jedem zehnten Befragten genutzt. Gleichzeitig verwendet knapp ein Fünftel der Verbraucher aktuell noch gar keine Wallet.

Für Kreditinstitute eröffnet sich damit ein relevantes Entwicklungsfeld. Die Frage lautet aus unserer Sicht nicht nur, welche Wallet-Technologie eingesetzt wird. Entscheidend ist vielmehr, welche Rolle Banken künftig an dieser digitalen Kundenschnittstelle einnehmen möchten.

Welche der folgenden digitalen Geldbörsen (Wallets) nutzen Sie?

ibi-Payment-Report 2026: Welche der folgenden digitalen Geldbörsen (Wallets) nutzen Sie?

Wero: Potenzial im E-Commerce

Auch Wero gewinnt an Bedeutung. Nach dem Start mit der Peer-to-Peer-Funktion wird der Einsatz im Online-Handel derzeit intensiv ausgebaut. Bei den befragten Kreditinstituten wird Wero überwiegend als strategisch wichtig eingeschätzt. Mehr als drei Viertel der Experten sehen das größte wirtschaftliche Potenzial für das eigene Institut im E-Commerce.

Bei den Verbrauchern steht Wero dagegen noch am Anfang. Aktuell verfügen 13 Prozent über einen Wero-Account. Gleichzeitig ist die Bekanntheit seit 2024 deutlich gestiegen. Zwei Drittel der Verbraucher mit einem Wero-Account haben Wero bereits genutzt.

Für die weitere Entwicklung dürfte damit vor allem die Frage entscheidend sein, welchen konkreten Nutzen Wero gegenüber bereits etablierten Bezahlverfahren bietet. Bekanntheit allein schafft noch keine dauerhafte Nutzung. Attraktive Funktionen, einfache Anwendung und ein klarer Mehrwert sind aus unserer Sicht entscheidende Faktoren für die Akzeptanz.

Welche strategische Bedeutung hat das europäische Bezahlsystem Wero für Ihr Institut?

ibi-Payment-Report 2026: Welche strategische Bedeutung hat das europäische Bezahlsystem Wero für Ihr Institut?

Infrastruktur bleibt eine zentrale Aufgabe

Neben neuen Payment-Angeboten darf auch die technologische Basis nicht aus dem Blick geraten. Die Studie zeigt, dass die Modernisierung der Zahlungsverkehrsinfrastruktur für viele Kreditinstitute weiterhin ein relevantes Handlungsfeld ist. Nur vier von zehn befragten Experten bewerten die Infrastruktur ihres Instituts als sehr gut aufgestellt. Auch geopolitische Entwicklungen wirken sich auf die Zahlungsverkehrsstrategien der Institute aus. Die Mehrheit der Befragten erwartet dabei eher punktuelle Anpassungen als grundlegende Veränderungen.

Heinz Urban

Für uns ist klar: Innovative Payment-Angebote benötigen eine leistungsfähige, flexible und zukunftsfähige IT-Infrastruktur. Nur wenn Technologie, Prozesse und Geschäftsmodelle zusammenspielen, lassen sich neue Möglichkeiten nachhaltig nutzen.

Heinz Urban, Geschäftsführer S&N Invent GmbH

Die Zukunft des Payments braucht Vertrauen

Die Ergebnisse des ibi-Payment-Reports 2026 machen aus unserer Sicht deutlich, dass die Zukunft des Bezahlens nicht durch eine einzelne Technologie bestimmt wird. Instant Payments, Wallets, Wero, der Digitale Euro und Künstliche Intelligenz eröffnen neue Möglichkeiten. Gleichzeitig müssen Banken und Zahlungsdienstleister Antworten auf Fragen nach Sicherheit, Datenschutz, Akzeptanz, Wirtschaftlichkeit und konkretem Kundennutzen finden. Vertrauen wird damit zu einer entscheidenden Grundlage für die weitere Entwicklung des digitalen Zahlungsverkehrs.

Gemeinsam mit S-Payment und VR Payment haben wir den ibi-Payment-Report 2026 unterstützt. Die zentrale Erkenntnis der Studienpartner:

Heinz Urban

Die Studienerkenntnisse zeigen, dass die „Währung“ für die Zukunft des Bezahlens in Deutschland und Europa vor allem Vertrauen ist. Dieses Vertrauen zu stärken, ist eine zentrale Aufgabe für uns als Branche.

Heinz Urban, Geschäftsführer S&N Invent GmbH

Jetzt den vollständigen Payment-Report lesen

Der vollständige ibi-Payment-Report 2026 enthält weitere Ergebnisse zur Entwicklung des Zahlungsverkehrs aus Banken- und Kundensicht.

Über ibi research

ibi research an der Universität Regensburg GmbH ist ein deutschlandweit tätiges Institut für angewandte Forschung im Bereich der digitalen Wirtschaft. Der Schwerpunkt liegt auf den Themen Banking, Payment und Handel.

Das Institut untersucht innovative Technologien, Geschäftsmodelle und Trends und entwickelt daraus praxisnahe Lösungen und Empfehlungen für Unternehmen und Organisationen. Das Forschungsspektrum reicht von Marktanalysen und Geschäftsmodellentwicklung über Prozessgestaltung und Data Analytics bis zu Governance und Compliance. Darüber hinaus unterstützt ibi research Unternehmen bei der Umsetzung von Forschungs- und Projektergebnissen.Hier kommt der Inhalt. Die Section mit dem Namen Inhalt soll alle Inhalte beinhalten. Inhalt halt.

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Karolina Steudel

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